Gewächshäuser für Garten, Balkon und Terrasse

Welcher Hobbygärtner träumt nicht von einer möglichst langen Gartensaison. Mit einem Gewächshaus, lässt sich die Pflanzzeit deutlich verlängern. Mit dem passenden Treibhaus kann man mit der Aussaat schon im Spätwinter beginnen und wenn es gut läuft, sogar im November noch ernten. Die Nachfragen nach Gewächshäusern nimmt immer mehr zu und so wächst auch das Angebot stetig. Auf dem Markt sind viele unterschiedliche Modelle erhältlich. Es gibt große und kleine Gewächshäuser, Gewächshäuser für Balkon und Terrasse oder für Gärten.

Von den einfachen Folienhäusern bis hin zu den nach englischen Vorbild anmutenden viktorianischen Gewächshäusern findet sich für Jedermann der passende Unterstand für die Pflanzen.Man kann die Gewächshäuser grob in vier Varianten gliedern. Es gibt die freistehenden Gewächshäuser, Folienhäuser, halbe Gewächshäuser oder Anlehngewächshäuser und mobile Gewächshäuser.

Freistehende Gewächshäuser

Freistehendes Gewächshaus
Freistehendes Gewächshaus. Bildquelle: Jeanie333 / Shutterstock.com

Bei dein freistehenden kann man noch weiter unterscheiden zwischen den Satteldachgewächshäusern, den Gewächshäusern mit schrägen Seitenwänden und den Erdhäusern. Die Erdhäuser befinden sich, wie es der Name schon sagt, zum Teil in der Erde. So nutzt dieses Treibhaus die Erdwärme als Heizung. Erdgewächshäuser sind allerdings nur für kleinwüchsige Pflanzen geeignet. Sie machen viel Arbeit und eignen sich nicht für Gebiete, in denen das Grundwasser hoch steht.

Unter den freistehenden Häusern sind die Satteldachgewächshäuser im viktorianischen Stil sehr beliebt. Sie versprühen einen Hauch Nostalgie und machen besonders in großen Gärten eine gute Figur. In der Regel haben sie Glasscheiben. Das sieht sehr hübsch aus, hat aber den Nachteil, dass sie bruchanfällig sind. Ein weiterer Nachteil von Glasscheiben liegt darin, dass sie das Sonnenlicht bündeln und es so zu Verbrennungen auf den Pflanzen kommen kann. Besser geeignet sind daher Gläser mit Struktur. Auch Plexiglas oder bruchfeste Stegplatten sind sehr gut geeignet. Sie sehen jedoch längst nicht so schön aus, wie spiegelglatte Glasfenster.

Folientunnel sind ideal, um die Kulturzeit der Pflanzen zu verlängern. Sie schützen auch vor leichten Frösten und vor Nässe, sind aber für sehr harte Winter geeignet. Ein Vorteil der Folientunnel ist, dass sie relativ mobil einsetzbar und leicht aufzubauen sind.

Gewächshäuser aus Kunststoff

Folientunnel
Folientunnel Gewächshaus. Bildquelle: Alis Photo / Shutterstock.com

Gewächshäuser aus Kunststoff stehen hoch im Kurs. Besonders empfehlenswert sind Häuser aus Plexiglas. Sie sind lichtdurchlässig, schützen die Pflanzen aber trotzdem vor Verbrennungen, da sie kein UV-Licht hindurchlassen. Kostengünstiger sind Gewächshäuser aus Stegplatten oder Folienhäuser. Abstriche muss man hier allerdings bei der Haltbarkeit machen. Und besonders hübsch anzusehen sind sie auch nicht. Wem die Optik jedoch weniger wichtig ist oder das Folienhaus hinter einem Staudenbeet oder einer Hecke verstecken kann, der mag mit dieser Variante durchaus glücklich werden.

Recht einfach in ihrer Art sind Gewächshäuser mit schrägen Seitenwänden. Sie bestehen eigentlich nur aus einem Dach, wenn man Probleme hat, sie sich vorzustellen. Sie haben den Vorteil, dass die Pflanzen auch im Winter genügend Licht bekommen. Der Nachteil ist, dass an den Seiten nur niedrige Pflanzen gesetzt werden können und dass man nur in der Mitte des Hauses aufrecht gehen kann.

Anlehngewächshäuser

Unter Anlehngewächshäusern sind quasi halbe Gewächshäuser zu verstehen. Man kann sich vorstellen, dass sie in der Mitte halbiert sind und an eine Hauswand oder Mauer angebracht werden. Diese Art des Pflanzenhauses ist äußerst stabil und profitiert von der Wärmespeicherkapazität der Wand. Anlehngewächshäuser sind recht platzsparen und eignen sich sehr gut für kleinere Gärten. Sie können auch gut auf einer Terrasse oder Balkonen angebracht werden.

Mobile Gewächshäuser

Wer nur einen Balkon oder eine kleine Terrasse zur Verfügung hat, aber dennoch nicht auf ein Treibhaus verzichten möchte ist gut mit einer mobilen Variante beraten. Sie sind in den Abmessungen deutlich kleiner als die feststehenden Treibhäuser und bieten dank der übereinander angebrachten Regale trotzdem genug Platz, um auch auf engem Raum seinen eigenen Pflanzen zu züchten. Wichtig ist bei den kleinen Treibhäusern, dass sie über Dachfenster Luft nach oben entlassen können, da sie sich besonders schnell aufheizen.

Wichtige Kriterien für Gewächshäuser

Egal für welche Art von Gewächshaus man sich entscheidet, es ist äußerst wichtig, dass die im Dach Belüftungsschlitze oder Fenster haben. Sobald die Sonne scheint, heizen sich die Häuser schnell auf. Je kleiner sie sind, desto schneller erhitzen sie sich. Am besten sind Dachfenster, so dass die heiße Luft nach oben entweichen kann. Auch Doppeltüren sind sehr praktisch. Sie lassen sich zur Hälfte öffnen und sorgen so für stetigen Durchzug.

Möchte man das Gewächshaus ganzjährig nutzen, ist eine gute Isolierung unabdingbar. Setzt man auf Glasfenster, sollte man unbedingt Doppelverglasungen verwenden. Bei einer Einfachverglasung geht zu viel Wärmeenergie verloren. Ja nach dem wie hart der Winter wird und welche Pflanzen man im Gewächshaus anbaut, muss man in der kalten Jahreszeit zusätzlich Heizen. Spezielle Pflanzlampen und Gebläseheizungen sorgen für optimale klimatische Bedingungen.

Unverzichtbar in einem Treibhaus sind seitlich angebrachte Regale. So kann man den Platz optimal nutzen und kleinere Pflanzen auf mehreren Ebenen aufstellen. Wer aus ästhetischen Gründen auf Glasfenster nicht verzichten möchte, sollte nach Möglichkeit Innenrollos anbringen. So werden die Pflanzen im Sommer vor Verbrennungen geschützt.

Videoanleitung zu Eigenbau eines Gewächshauses

Wer handwerklich begabt ist und sich sein eigenes Gewächshaus bauen möchte, der kann sich durch die folgenden Videos inspirieren lassen.