Im Frühjahr sind die Gartenabteilungen der Baumärkte voll mit vielen tollen Gartenhelfern. Unter ihnen findet sich auch immer ein Häcklser, meist in mehreren Preiskategorien von sehr günstigen, bis hin zu hochpreisigen Geräten. Während einige Gartengeräte nicht unbedingt notwendig sind, gehört der Gartenhäcksler auf jeden Fall zu den sehr hilfreichen und sinnvollen Anschaffungen für den Garten.
Gründe für einen Häcksler

Gartenhäcksler sind echte Schwerstarbeiter – sie zerkleinern anfallenden Gartenabfall in Form von Ästen, Schnitt und Blättern im nu zu gehäckseltem Schnittgut. Gerade wenn im Frühjahr und Herbst die Bäume, Büsche und Sträucher wieder in Form gebracht und geschnitten werden müssen, fällt dabei eine Menge Grünabfall an, der normalerweise auf Recyclinghöfen entsorgt werden muss. Vorher muss das Schnittgut noch mühsam mit Säge und Schere zerkleinert werden, damit auch alles ins Auto passt. Mit einem Gartenhäcksler spart man sich nicht nur den Weg zum Entsorgungshof, man kann das gehäckselte Schnittgut auch hervorragend als Kompostmaterial nutzen. Außerdem lässt es sich gut zum Mulchen verwenden oder als unkrautunterdrückender Belag für Gartenwege oder Beete.
Wie leistungsstark muss ein Häcksler sein?
Entscheidend ist bei einem Häcksler die Leistungsfähigkeit und hochwertige Messer. Günstige Modelle können da schonmal enttäuschen, indem sie mit größeren Ästen einfach nicht zurecht kommen. Normalerweise haben Häcksler haben Elektromotoren mit einer Nennleistung von 1500 – 200 Watt. Äste von einem Durchmesser von bis zu 4 cm sollten damit zerkleinert werden.
Fallen beim Baumschnitt auch dickere Äste an (5 cm oder mehr), ist es ratsam einen Häcksler mit Starkstrom zu wählen. Dafür braucht es zwar einen Starkstromanschluss, aber dafür verarbeitet er alles zu gehäckseltem Schnittgut. Auch leistungsstarke Häcksel mit Benzin- oder Dieselmotor werden mit größeren Ästen gut fertig. Günstig sind diese leistungsstarken Modelle allerdings nicht.
Vor der Anschaffung sollte man daher gut überlegen, wie häufig der Häcksler überhaupt zum Einsatz kommt. Braucht man ihn nur gelegentlich, ist es ratsam sich ein leistungsstarkes Modell zu leihen.
Schneidesysteme eines Häckslers
Nicht nur die Leistung, auch die Schneidsysteme spielen bei der Wahl des Häckslers eine entscheidende Rolle. Daher sollte man sich vor dem Kauf genau überlegen, zu welchem Zweck das Gerät in erster Linie dienen soll. Die folgende Tabelle liefert einen Überblick über die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten der unterschiedlichen Schneidsysteme und ihre Vor- und Nachteile.
| Häckslertypen | Zerkleinerungssystem | Vorteil | Nachteil |
| Häcksler mit Messerschneidwerken | Zerkleinern Äste, Laub, Gemüse- und Staudenstängel mit rotierenden Messern und hoher Umdrehungsgeschwindigkeit | Zerkleinern fast alles in kurzer Zeit | Sie sind sehr laut |
| Walzenhäcksler | Zerquetscht den Grünschnitt | Ist sehr leise | Grünabfall ist immer noch recht sperrig |
| Spindel- und Schneckenhäcksler | Grünschnitt wird zerquetscht und anschließend zerkleinert | Ist sehr leise | Bei feuchtem Häckselgut können Probleme auftreten. |
Kauftkriterien für einen Gartenhäcksler
Zu allererst muss man sich über den Einsatzzweck im klaren sein. Danach richtet sich die Wahl des Häcklsertypen. Neben der notwendigen Leistungsstärke und des gewünschten Schneidsystems, sollte man auch einen ausreichend großen Trichter zu einführen des Materials achten, auf die Portabilität, eine geringe Lärmentwicklung, Bedienkomfort und vorhandene Sicherheitsvorrichtungen.
Wir haben nachfolgend die besten Gartenhäcksler nach Käufererfahrungen für Sie herausgesucht. Wir sind der Meinung, dass die Beurteilung vieler Käufer besser ist als ein eigener Gartenhäcksler Test ist, da hier die Langzeiterfahrungen vieler Käufer zusammenkommen und so einen besseren objektiven Vergleich der Gartenhäcksler ermöglichen.
Tipps rund um den Häcklser und das Häckseln
Sicherheit
Beim Arbeiten mit dem Häcksler sollten stets Arbeitshandschuhe und Schutzbrille getragen werden. Das Grobe Schnittgut von Hecken, Bäumen und Sträuchern sorgt sonst schnell für Verletzungen, denn häufig sind Dornen und Stacheln an den Ästen. Auch kleine Widerhaken an von Fruchtständen und Stauden bohren sich gerne in die Haut, trägt man keine Handschuhe.
Da beim Einführen des Schnittgutes gerne auch mal Äste zurückschlagen, ist eine Schutzbrille unabdingbar. Auch ein Gehörschutz kann sinnvoll sein, denn Messerhäcksler arbeiten mit sehr hohen Drehzahlen und machen unheimlich Lärm. Empfindlichen Gruppen ist auch anzuraten einen Mundschutz zu tragen. Der feine Staub wird dadurch größtenteils herausgefiltert.
Ist der Häcksler mal verstopft oder funktioniert aus einem unerklärlichen Grund mal nicht, muss man zu allererst den Stecker ziehen, bevor man einen Blick ins Innere wirft. Der Motor muss unbedingt stillstehen, bevor man sich auf die Suche nach der Ursache für die Störung machen kann. Auf jeden Fall sollten auch immer die beigelegten Sicherheitsanweisungen der jeweiligen Häcklser beachten werden.
Gartenwege günstig anlegen
Wer darüber nachdenkt, seine Garten- und Zuwege zu den Beeten mit Rindenmulch auszulegen, der kann eine Menge Geld sparen, wenn er stattdessen auf Häckselschnitt zurückgreift. Dieser steht kostenlos zur Verfügung und riecht dabei auch noch viel besser, als Rindenmulch.
Geeignet ist vor allem grobes Holzmaterial. So bleiben die Wege auch in regenreichen Perioden stets begehbar, weil das Häckselgut durchlässig ist und schnell trocknet. Die Schicht für die Wege sollte ca. 10 cm dick sein. Nutzt man das Häckselgut auch zum Bestreuen von Beeten, sollte die Erde zuvor gedüngt werden.
Rotierende Messer oder Walze?
Bei den meisten Häckslern handelt es sich um Messerhäcksler. Diese arbeiten schnell, wobei die Klingen mit bis zu 4000 Umdrehungen pro Minuten rotieren. Es gibt Modelle die zwei unterschiedliche Häckselfunktionen haben. Eine Einstellung für grobes und hartes Häckselgut und eine zweite Stufe, mit der man weiches Material besser zerkleinern kann. Der Nachteil der Messerhäcksler liegt in der Lautstärke.
Wer den Geräuschpegel möglichst gering halten will, der greift besser zu einem Walzhäcklser. Er wird auch Leisehäcklser genannt. Ein beliebtes Modell ist z.B. der Viking GE 35 L. Hier wird das Schnittgut in einer langsam rotierenden Walze zerquetscht und anschließend ausgespuckt.
Alleskönner – der Mehrzweckhäcklser
Der Mehrzweckhäcksler ist eine Mischung aus Messerhäcksler und Walzenhäcksler. Ein Mehrzweckhäcksler arbeitet wie ein Walzenhäcksler mit einer langsamen Walze, hat aber gleichzeitig sehr scharfe Schneidkanten. Das weiche Material wird demnach nicht nur gequetscht, sondern auch geschnitten. So läuft Grünmaterial mit viel Blattwerk einwandfrei durch. Durch die große Öffnung wird das Einfüllen sehr viel leichter. Das Schnittgut wird von dem Mehrzweckhäcklser selbst eingezogen, was das kräftezehrende Einführen erspart. Man kann so pro Stunden bis zu 200 kg Schnittabfall kleinhäckseln.
Gehäckseltes Grüngut verwenden
Hat man Häckselgut mit einem hohen Grünanteil von Blättern und Stängel, kann man dies sehr gut zum Mulchen von Beeten nutzen. Es eignet sich gleichermaßen für Nutz- und Ziergärten. Durch den aufgebrachten Bodenschutz wird die Verdunstung verringert und man muss weniger oft gießen. Hitze und Trockenheit geschützt. Beim Zersetzen der Mulchschicht werden Nährstoffe freigesetzt. Die Schicht sollte ca. 3 – 5- cm dick sein.
Es gibt leider auch einen Nachteil der ausgebrachten Mulchschicht. Es kann sein, dass durch den Grünabschnitt Schnecken angezogen werden.
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