Welche Sicherheitsausrüstung ist bei der Gartenarbeit sinnvoll?

Beete pflegen, Hecken schneiden, Äste sägen oder den Rasen mähen: Gartenarbeit ist vielfältig. Wer einen Garten besitzt, weiß, dass das Grün regelmäßig gepflegt sein will und dabei zahlreiche Gartenhelfer in Form von Werkzeugen zum Einsatz kommen. Kommen dabei scharfkantige Werkzeuge, schwere Geräte oder gar motorisierte Maschinen ins Spiel, kann das Verletzungsrisiko schnell ansteigen. Wer sich passend schützt und aufmerksam arbeitet, kann viele typische Unfälle vermeiden.

Warum die richtige Sicherheitsausrüstung bei der Gartenarbeit wichtig ist

Je vielfältiger die Gartenarbeiten, desto unterschiedlicher fällt auch die dafür nötige Schutzausrüstung aus. Beim Unkrautjäten reichen meist Handschuhe und festes Schuhwerk aus. Wer dagegen mit Motorsäge, Freischneider oder Häcksler arbeitet, braucht deutlich mehr Schutz. Es lohnt sich deshalb, vor dem Start von Jäten & Co zu überlegen, welche Gefahren bei der jeweiligen Arbeit auftreten können.

Auch das Umfeld spielt eine Rolle. Auf größeren Grundstücken, Betriebshöfen oder kommunalen Flächen bewegen sich oft mehrere Personen und Fahrzeuge gleichzeitig. Dann zählt nicht nur die persönliche Schutzausrüstung, sondern auch die Sichtbarkeit des im Garten Arbeitenden. Eine Rundumleuchte kann dabei helfen, Arbeitsfahrzeuge frühzeitig erkennbar zu machen und andere auf den laufenden Einsatz aufmerksam zu machen.

Schutzhandschuhe für sicheres Arbeiten mit Werkzeugen und Pflanzen

Aktive Gärtner wissen: Bereits bei einfachen Arbeiten wie dem Schneiden von Rosen, beim Umsetzen von Sträuchern oder beim Arbeiten mit Holz können kleine Verletzungen entstehen. Beispielsweise, indem man durch Dornen verletzt wird. Oder Splitter geraten unter die Haut und hinterlassen eine Verletzung. Auch scharfkantige Pflanzenteile hinterlassen schnell Kratzer. Ein probates Mittel gegen solche Verletzungen sind gute Schutzhandschuhe.

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Wichtig ist, die Handschuhe passend zur Arbeit auszuwählen. Dünnere Modelle lassen genügend Gefühl für kleinere Pflanzen und Werkzeuge. Wer mit Holz, Steinen oder schweren Gartengeräten hantiert, greift besser zu stabileren Arbeitshandschuhen. Sie sollten gut sitzen und die Beweglichkeit nicht einschränken. Rutscht der Handschuh ständig oder ist er zu groß, leidet der sichere Griff.

Schutzbrille und Gehörschutz bei lauten oder fliegenden Partikeln

Wer schon einmal mit einem Freischneider gearbeitet hat, kennt das Problem: Kleine Steinchen, Äste oder Pflanzenreste können plötzlich in alle Richtungen fliegen. Ähnliches passiert beim Häckseln oder Sägen. Eine Schutzbrille hält herumfliegende Partikel von den Augen fern und sollte daher bei diesen Arbeiten nicht fehlen.

Bei motorisierten Geräten kommt noch der Lärm hinzu. Rasenmäher, Motorsäge, Häcksler oder Freischneider können, längere Zeit in Betrieb, zu einer intensiven Belastung für die Ohren des Gärtnernden führen. Ein Gehörschutz dämpft die Belastung und macht längere Einsätze angenehmer. Vor allem bei regelmäßigem Arbeiten mit lauten Maschinen sollte der Schutz der Ohren selbstverständlich sein.

Sicherheitsschuhe für festen Halt und guten Fußschutz

Im Garten ist der Untergrund selten eben. Feuchte Erde, Gras, Steine oder Wurzeln sorgen schnell dafür, dass man ausrutscht oder umknickt. Feste Arbeitsschuhe mit griffiger Sohle geben deutlich mehr Halt als Freizeitschuhe.

Zusätzlichen Schutz bietet eine verstärkte Zehenkappe. Sie kann Verletzungen verhindern, wenn ein Werkzeug, ein Stein oder ein Stück Holz auf den Fuß fällt. Bei nassem Wetter helfen wasserdichte Schuhe, während atmungsaktive Modelle an warmen Tagen angenehmer sind. Entscheidend ist, dass der Schuh zur Arbeit und zum Gelände passt.

Schutzkleidung für Arbeiten mit Motorsäge, Freischneider und Heckenschere

Mit motorisierten Gartengeräten lässt sich viel Zeit sparen. Gleichzeitig verlangen sie mehr Aufmerksamkeit. Besonders bei der Motorsäge reicht normale Arbeitskleidung nicht aus. Schnittschutzhosen und weitere geeignete Schutzkleidung können das Verletzungsrisiko deutlich senken.

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Auch beim Freischneider oder bei der Heckenschere lohnt sich robuste, körperbedeckende Kleidung. Sie schützt Beine und Arme vor herumfliegenden Pflanzenteilen und kleinen Ästen. Lose Kleidung ist dagegen ungeeignet, weil sie an Geräten oder beweglichen Teilen hängen bleiben kann. Praktischer sind Kleidungsstücke, die gut sitzen und trotzdem genügend Bewegungsfreiheit lassen.

Warnkleidung und Rundumleuchten beim Einsatz von Garten- und Kommunalfahrzeugen

Auf größeren Grundstücken kommen häufig Rasentraktoren, Kleintraktoren, Anhänger oder andere Arbeitsfahrzeuge zum Einsatz. Sobald mehrere Personen im selben Bereich unterwegs sind, ist es entscheidend, gut sichtbar zu sein. Warnwesten oder Kleidung mit reflektierenden Flächen sorgen dafür, dass Personen auch aus größerer Entfernung schneller auffallen.

Das gilt ebenso für Fahrzeuge. Wer an Zufahrten, auf Betriebshöfen, an Straßenrändern oder auf kommunalen Grünflächen arbeitet, sollte darauf achten, dass das Fahrzeug deutlich erkennbar ist. Warnleuchten können dabei unterstützen. Im öffentlichen Verkehrsraum gelten dafür allerdings Vorschriften, die vor dem Einsatz beachtet werden müssen.

Weitere Sicherheitsmaßnahmen für eine unfallfreie Gartenarbeit

Gute Schutzkleidung hilft wenig, wenn Werkzeuge oder Maschinen in schlechtem Zustand sind. Vor dem Start lohnt deshalb ein kurzer Blick auf Kabel, Griffe, Schneiden und Schutzabdeckungen. Lockere Teile, stumpfe Klingen oder beschädigte Leitungen erhöhen das Unfallrisiko und sollten daher nicht ignoriert werden.

Ein weiterer Punkt, der hilft, Gartenarbeiten sicherer zu machen, ist eine ordentliche Arbeitsumgebung. Beispielsweise werden ein quer über dem Weg liegender Gartenschlauch, herumliegende Werkzeuge oder schlecht verlegte Verlängerungskabel schnell zur Stolperfalle. Wer den Arbeitsbereich möglichst ordentlich und frei von Hindernissen hält, bewegt sich sicherer und kann sich besser auf die eigentliche Aufgabe konzentrieren.

Bei motorisierten Geräten sollte man außerdem die vorhandenen Sicherheitseinrichtungen nutzen. Muss ein Gerät gereinigt, gewartet oder von blockiertem Material befreit werden, gehört es vorher vollständig ausgeschaltet. Bei Akkugeräten sollte zusätzlich der Akku entfernt werden.

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Nicht jede Arbeit muss selbst erledigt werden. Wer eine große Motorsäge noch nie benutzt hat oder hohe Äste nur über eine unsichere Leiter erreichen kann, sollte kein unnötiges Risiko eingehen. In solchen Fällen ist fachkundige Hilfe häufig die bessere Lösung.

Fazit: Mit der passenden Schutzausrüstung sicher durch jede Gartenarbeit

Sichere Gartenarbeit beginnt mit einer einfachen Frage: Welche Risiken birgt die geplante Arbeit im Grünen? Wer sich das vor Arbeitsbeginn beantwortet, hat den ersten wichtigen Schritt hin zu einer passenden Ausrüstung bereits getan. Handschuhe, Schutzbrille, feste Schuhe oder Gehörschutz reichen bei vielen Arbeiten bereits aus. Bei motorisierten Geräten und schwereren Tätigkeiten kommt zusätzliche Schutzkleidung hinzu.

Ebenso wichtig sind gepflegte Werkzeuge, ein aufgeräumter Arbeitsbereich und ein bewusster Umgang mit Maschinen. Wer dazu noch darauf achtet, dass Personen und Fahrzeuge gut sichtbar bleiben, senkt das Unfallrisiko bei der  Gartenarbeit deutlich. So macht Gartenarbeit nicht nur Freude, sondern ist vor allem sicher.

Foto: © NovaPixel / stock adobe

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Verfasst von Redaktion

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater. Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).