Aufsitzmäher – Vergleiche, Modelle und Kaufratgeber

Du hast einen riesigen Garten und das Rasenmähen ist sehr zeitaufwendig und kräftezehrend? Dann hast du bestimmt schon über die Anschaffung eines Aufsitzrasenmähers oder Rasentraktors nachgedacht? Diese starken Helferlein sparen nicht nur eine Menge Arbeit, es macht auch Laune, damit gemütlich über den Rasen zu fahren.

Beim Rasentraktor befindet sich übrigens der Motor vor dem Sitz unter einer Motorhaube, während du beim Aufsitzmäher direkt über dem Motor sitzt, der sich unter der Sitzfläche versteckt.

Hersteller von Aufsitzrasenmähern

Fragen vor Anschaffung eines Aufsitzmähers

Vor der Anschaffung solltest du dir also genau überlegen, welches Gerät für dich am geeignetsten ist. Nachfolgend haben wir einige Kriterien zusammengestellt, um dir einen groben Überblick zu verschaffen und eine kleine Entscheidungshilfe zu geben.

Ausschlaggebend ist natürlich in erster Linie die Größe der zu mähenden Fläche. Ab 500 Quadratmeter könntest du schon mal über einen Rasenaufsitzmäher nachdenken, sofern du eine große freie Fläche hast. Ein solcher Rasengigant macht keinen Sinn, wenn du dich sozusagen im Slalom um zahlreiche Hindernisse wie Bäume, Büsche oder Beete schlängeln musst.

Hast du einen Stellplatz für das neue Gefährt? Es gibt zwar Schutzhauben und Schutzhüllen, doch im Winter würden wir einen geeigneten Unterstellplatz empfehlen. Vielleicht eine eigene kleine Mini-Garage? Deswegen unbedingt vor dem Kauf den vorhandenen Stellplatz abmessen.

Aufsitzrasenmäher / Rasentraktor im Schnee
Christer Andreasson auf Pixabay

Möchtest du mit dem Aufsitzmäher lediglich Rasen mähen? Wenn du auch im Winter große Flächen von Schnee befreien musst, könntest du das gleich mit einplanen. In diesem Fall solltest du dann auf Zubehör achten, für dessen Einsatz dann auch eine größere Motorleistung nötig sein kann. Dies musst du auch bedenken, wenn er einen Anhänger ziehen soll.

Ist das Gerät wartungsfreundlich? Kannst du einfache Wartungsarbeiten selbst übernehmen (sofern du das möchtest)? Hier geht es ganz klar natürlich auch um die Kostenintensität. Wenn du wegen jeder einfachen Wartung eine Fachwerkstatt aufsuchen musst, kann das teuer werden. Vor allem dann, wenn du nicht direkt  gegenüber der Werkstatt wohnst, sie „um die Ecke“ ist und du dort selbst hinfahren kannst, oder einen LKW dein Eigen nennst. Dann müsstest du deinen Rasentraktor oder Aufsitzmäher nämlich zu jeder Wartung dorthin transportieren lassen. Aber abgesehen von Wartungsarbeiten, die du eventuell selbst übernehmen kannst, ist an eine regelmäßige Inspektion zu denken.

Das neue Gefährt sollte auch in der Größe zu dir passen. Wenn ihr es zu zweit oder mit mehreren Leuten bedient, kann vielleicht noch ein Kompromiss gefunden werden. Aber es macht nicht lange Spaß, wenn die Größe einfach nicht zu dem Fahrer passt, da sind Rücken- oder Knieschmerzen schon fast vorprogrammiert. Also am besten entweder Probe fahren, wenn dies möglich ist, oder aber wenigstens Probe sitzen.

Kriterien zum Kauf eines Aufsitzmähers

Aufsitzrasenmäher gibt es bereits ab Schnittbreiten zwischen 55 und 100 cm. Insbesondere bei kleineren Flächen oder Gärten ohne weit ausgedehnte Rasenflächen ist der Radius ein wichtiges Entscheidungsmerkmal. Um die Aufsitzmäher dennoch finanzierbar zu machen, ist die Motorleistung vergleichsweise gering. Achtung: Insbesondere wenn der Aufsitzmäher auch Anhänger ziehen soll, ist eine entsprechende Motorisierung wichtig.

Ebenfalls wichtig ist das Schneidwerk. Ist der Raum um das Messer ausreichend groß dimensioniert, verstopft er auch durch nasses oder extrem langes Gras nicht so schnell.

Frau auf Aufsitzrasenmäher / Rasentraktor
Bildquelle: Hebi B. auf Pixabay

Auch die Schnitthöhenregulierung ist zu testen. Angenehm ist es, wenn du sie direkt vom Fahrersitz aus bedienen kannst.

Ein weiteres wichtiges Kriterium für den Kauf sind Gewicht und Größe. Gerade schwere und große Geräte haben oft eine richtige Sitzkabine. Sie garantiert zum einen, dass der Führer des Fahrzeuges komfortabel sitzt und auch vor Wettereinflüssen geschützt wird. Zwar wird der Rasen durch ihr Gewicht einer höheren Belastung ausgesetzt, doch haben sie eine höhere Fahrstabilität, was ein Durchdrehen der Reifen unwahrscheinlicher macht. Für den privaten Gebrauch tut es meist ein kleiner Aufsitzmäher, während zur Betreuung großer Parks entsprechend schwere Maschinen angeschafft werden sollten.

Getriebewahl

Das Hydrostat-Getriebe

Ein Hydrostat-Getriebe schmiert sich über die Hydropumpe selbstständig. Das macht die Antriebsart besonders wartungsarm. Gleichzeitig ist ein Hydrostat-Getriebe leistungsfähig und robust. Es gibt Hersteller wie MTD, die das Hydrostat-Getriebe so konzipiert haben, dass Fahrer die Geschwindigkeit des Auswurfs stufenlos regeln können. Gleiches gilt auch für das Vorwärts- und Rückwärtsfahren. Der Hersteller hat ein Kipppedal im Fußraum eingebaut. Das ist eine sichere technische Lösung, denn so können die Fahrer des Aufsitzmähers mit Hydrostat-Getriebe permanent beide Hände am Lenkrad lassen. Weder Kuppeln noch Schalten per Hand ist nötig.

In der Praxis zeigen sich die Vorteile auch darin, dass ein Hydrostat-Getriebe dafür sorgt, dass ein Aufsitzrasenmäher sehr genau gelenkt werden kann. Das Schnittergebnis ist sauber und erfolgt bis nahe an die Rasenkante. Auch ist Fahren ohne Ruckeln möglich. Kommt zu einem solchen Mäher außerdem noch ein enger Wendekreis hinzu, gelingt auch die Rasenpflege von verwinkelten bzw. von Hindernissen durchsetzten Flächen problemlos.

Schaltgetriebe beim Aufsitzmäher

Beim Schaltgetriebe wird die Geschwindigkeit des Rasenmähers durch den eingelegten Gang vorgegeben. Der manuelle Schaltvorgang ist mit dem in deinem Auto zu vergleichen, beim Schalten wird gekuppelt. Während des Schaltvorgangs ist der dazugehörige Hebel zu betätigen, in der Folge ruckelt das Fahrzeug. Das Mähen mit einem Aufsitzmäher mit Schaltgetriebe ist weniger komfortabel, als mit einem Hydrostat-Getriebe.

Autodrive Getriebe

Diese Antriebsart ist ebenfalls mit dem Automatik-Getriebe eines Kfz vergleichbar. Der Fahrer legt einfach den gewünschten Gang ein und fährt los, ein Kuppeln ist nicht erforderlich. Der Umgang erfordert ein wenig Übung, wenn du noch keine Erfahrungen mit einem Automatikgetriebe hast. Allerdings gewöhnen sich auch Einsteiger schnell an dieses Getriebe.

Die Wahl des Auswurfs

Auch der Auswurf ist ein Kriterium, über das du dir vor einem Kauf Gedanken machen darfst. Es gibt folgende Arten:

  • Heckauswurf
  • Seitenauswurf
  • Frontsichelmäher

Heckauswurf

Aufsitzrasenmäher / Rasentraktor mit Fangkorb hinten
Bildquelle: Photo Mix auf Pixabay

Der Auswurf des Rasenschnitts lässt sich mittels Deflektor steuern. Ein Deflektor sorgt dafür, dass der Rasenschnitt nicht unkontrolliert verspritzt wird, sondern relativ geordnet den Weg aus dem Mähwerk findet. Selbstverständlich sind Fangkörbe eine gute Option, um Rasenschnitt aufzufangen, statt ihn auf der Fläche liegen zu lassen. Doch es gibt gute Gründe, Rasenschnitt nicht aufzufangen.

Ein Grund ist, dass mit dem Rasenschnitt die Fläche direkt gedüngt wird. Der Rasenschnitt schützt die Fläche außerdem in den heißen Monaten des Jahres davor, zu schnell auszutrocknen. Der andere Grund, Rasenschnitt nicht aufzufangen, ist, dass langes Gras in kürzester Zeit den Auffangkorb füllt. Ein durchgängiges Mähen wäre effektiv nicht möglich, weil der Fangkorb ständig zu leeren wäre.

Doch bei Aufsitzmähern mit Heckauswurf lässt sich die Leerung des Fangkorbs bequem vom Sitz aus erledigen. Bei Geräten mit Seitenauswurf ist allerdings in den meisten Fällen ein Absteigen nötig.

Seitenauswurf

Historischer Aufsitzrasenmäher / Rasentraktor
Willfried Wende auf Pixabay

Der Name sagt schon, dass beim Seitenauswurf der Rasenschnitt seitlich ausgeworfen wird. Er verteilt sich dann nicht nur auf der Rasenfläche, sondern kann auch auf den Beeten oder Wegen landen. Deshalb sollte der Auswurf immer zur Rasenfläche hin zeigen. Auch bei einem Aufsitzmäher mit Seitenauswurf lässt sich ein Fangkorb nachrüsten, dasselbe gilt für die Mulchfunktion. Die Handhabung von Aufsitzmähern mit Seitenauswurf ist etwas schwieriger als bei Geräten mit Heckauswurf. Der Mäher benötigt in der Breite mehr Platz zum Rangieren. Allerdings macht sich der Unterschied preislich bemerkbar. Geräte mit Seitenauswurf sind meist günstiger.

Frontsichelmäher

Frontsichelmäher tragen ihr Schnittwerkzeug vor sich her. Sie werden vorwiegend dort eingesetzt, wo ein typischer Aufsitzmäher mit Seiten- oder Heckauswurf nicht herankommt. Frontsichelmäher sind für Rasenflächen unter Sträuchern oder andere schwer zugängliche Stellen geeignet. Einen Vorteil haben Frontsichelmäher außerdem: Sie schneiden zuerst das Gras und fahren es vorher nicht platt. Besonders wendig sind Frontsichelmäher mit Knicklenkung. Sie lassen auch das Manövrieren in beengten Verhältnissen zu.

Probefahrt

Grundsätzlich empfehlen wir, eine Probefahrt zu wagen, so wie man es auch beim Kauf eines KFZ gewohnt ist. Tipp: Vielleicht hat der eine oder andere deiner Bekannten sich bereits für einen Aufsitzrasenmäher entschieden und du kannst gleich einen Praxistest machen und auch das Fahrverhalten testen? Wichtig ist, dass du dich auf deinem neuen Gerät wohl und vor allem sicher fühlst und durch die passende Größe eine entspannte Haltung einnehmen kannst. Dies verschont dich mit Sicherheit vor Rücken- oder Knieschmerzen und ist ein ganz wichtiger Aspekt. Schließlich soll dein neuer Aufsitzmäher dich ja viele Jahre bei der Rasenplege begleiten.

Und auch hier ist Komfort gefragt: Schaltgetriebe sind vergleichsweise schwer zu fahren, allerdings sind die Geräte auch günstiger. Hydrostat-Getriebe hingegen sind leichter zu bedienen. Eine dritte Antriebsart ist der Autodrive, auch Automatik genannt.

Technische Merkmale eines Aufsitzrasenmähers

Schnittbreite, Fangkorbvolumen, Schnitthöhenregulierung – nach diesem Muster sind die wichtigsten Kennzahlen von Aufsitzrasenmähern vergleichbar. Allerdings sind auch die folgenden Werte zu beachten:

  • Motorleistung. Ähnlich wie bei einem Auto wird diese in kW oder PS angegeben. Sinnvoll ist es, wenn die Leistung mit zunehmender Fläche steigt. Ist dies nicht der Fall, kann der vermeintliche Zeitfaktor schnell ins Gegenteil umschlagen, denn ein untermotorisierter Aufsitzrasenmäher ist nicht schneller als die Schiebevariante, aber immer noch kräfteschonender.
  • Größe/Gewicht. Die Größe des Aufsitzrasenmähers ist für zwei Dinge wichtig: Einmal, damit du auch beim Fahren des Aufsitzmähers bequem sitzen kannst und zum anderen für den Stellplatz. Insbesondere auf die Breite ist hierbei zu achten, damit der Aufsitzmäher auch durch die Tür des Schuppens passt. Das Gewicht ist wichtig in Anbetracht der Stabilität. Ein vergleichsweise leichtes Gerät ist oft instabiler, allerdings belastet es den Rasen auch weniger.
  • Wenderadius. Grundsätzlich gilt: Je größer der Wenderadius ist, desto größer und unverbauter sollte auch das Grundstück sein, denn sonst wird das Wenden und Umfahren der Hindernisse entsprechend schwierig bzw. die Mähleistung entsprechend ungenau. Je weiter der Aufsitzmäher beim Mähen von den Hindernissen entfernt ist, desto größer ist der Bedarf an manuellen Nacharbeiten, die den Zeitvorteil schnell zunichtemachen.
  • Schnitthöhen. Während es dem einen Gartenfan auf einen Millimeter mehr oder weniger nicht ankommt, wünscht sich der Nachbar vielleicht eine genaue Schnitthöhenbestimmung. An dieser Stelle empfehlen wir einen Vergleich dieses Wertes und der Stufen, die einstellbar sind.
  • Schnittbreite. Grundsätzlich gilt: Je breiter, desto schneller, denn die Schneidefläche nimmt mit der Schnittbreite zu.
  • Fangeinrichtung. Je größer die Fangeinrichtung ist, desto länger kann der Fangkorb das abgeschnittene Gras einsammeln. So sollte die Fangeinrichtung entsprechend groß dimensioniert sein, um nicht im Minutentakt geleert werden zu müssen.

Funktionen eines Aufsitzrasenmähers

Die Grundfunktion eines Aufsitzrasenmähers ist natürlich das Rasenmähen. Das heißt: Du stellst die gewünschte Rasenhöhe ein und setzt dich auf deinen Rasengiganten. Der Mähvorgang startet. Das ist allerdings längst noch nicht alles, denn die Aufsitzrasenmäher der heutigen Generation können noch viele weitere Aufgaben bewerkstelligen.

Rasenpflege mit Aufsitzrasenmähern:

Mulchen, Entlüften und von Moos befreien

Vertikutieren bedeutet, dass der Aufsitzrasenmäher Mulch und Moos aus dem Rasen zieht und dabei den Rasen belüftet. Dazu gibt es spezielles Zubehör, das senkrecht in den Boden schneidet. Je nach Modell wird das aus dem Rasen entfernte Grünzeug anschließend im Fangkorb aufgefangen oder ausgeworfen.

Beim Mulchen hingegen wird der abgeschnittene Rasen zum Dünger. Denn dieser wird mit dem entsprechenden Mulchkit, das am Aufsitzrasenmäher zu befestigen ist, nicht ausgeworfen, sondern auf der Rasenfläche verteilt. Zudem gibt es die Möglichkeit, den Rasen mithilfe eines Aufsitzrasenmähers von Moos zu befreien und ihn zu belüften. Beides dient der Pflege des Rasens, der langfristig dadurch strapazierfähiger werden kann.

Caddy, Kehrmaschine, Schneeschieber und vieles mehr.

Neben den klassischen Funktionen eines Aufsitzrasenmähers haben sich zwischenzeitlich noch weitere Funktionen etabliert, die leicht mit den entsprechenden Anbauteilen umzusetzen sind. Mit einem Anhänger beispielsweise wird der Aufsitzrasenmäher schnell zum privaten Caddy, der dich zu entlegenen Grundstücksecken bringt und dabei benötigtes Werkzeug im Anhänger mitführt. Montierst du eine Kehrvorrichtung, so wird der Aufsitzrasenmäher schnell zum Laubeinsammler. Tipp: Für den Einsatz im Winter gibt es Streuvorrichtungen und Schneeschieber. Auch ist das Anbringen einer Spritzvorrichtung möglich, die den Aufsitzrasenmäher zum Düngen und zum Unkrautvernichten nutzbar macht.

Welcher Aufsitzmäher für welchen Rasen?

Die Auswahl ist groß – und dir fällt es schwer, den passenden Aufsitzrasenmäher zu finden? Im Vorfeld einige grundlegende Fragen zu beachten, erleichtert dir die Entscheidung enorm.

1.   Wie groß ist die zu mähende Fläche?

2.   Wie ist die Beschaffenheit der zu mähenden Fläche (eben, steil)?

3.   Wie viel Hindernisse gibt es auf der Fläche (Bäume, Büsche, Beete, Gartenmöbel etc.)?

4.   Welche Funktion erfüllt der Rasen?

Grundsätzlich gilt, dass die kleinsten Aufsitzrasenmäher heute bereits ab einer Fläche von ca. 500 m² rentabel sind. Die Größe des Gerätes sollte in jedem Fall auf die Rasenfläche abgestimmt werden, denn ein Aufsitzrasenmäher, der weit unter seiner Leistung läuft, ist oft störungsanfällig. Achtung: Ein kleines Gerät ist auch oft vergleichsweise gering motorisiert.

Verschiedenes Zubehör für Rasentraktoren / Aufsitzmäher

Die meisten Hersteller halten den Einsatz von Aufsitzrasenmähern auf Flächen mit 20 oder 30 % Neigung noch für vertretbar. Wird es steiler, steigt die Gefahr, dass das Gerät kippt. Darüber hinaus können durchdrehende Räder den Rasen beschädigen. Gleicht das Gelände einer Buckelpiste, tut sich der Aufsitzrasenmäher ebenfalls schwer, ein gleichmäßiges Mähergebnis zu erzeugen. Zudem wirkt sich das Mähen eines Untergrunds mit vielen Wurzeln negativ auf das Schneidewerkzeug aus, das schnell stumpf wird.

Obstgarten oder Bolzplatz?

Möchtest du einen Rasen mit vergleichsweise vielen Obstbäumen mit einem Aufsitzrasenmäher mähen, muss dieser entsprechend wendig sein. Dabei sind die PS weniger wichtig, da es nicht um die Fläche oder die Geschwindigkeit geht. Ausschlaggebend ist die Fähigkeit des Gerätes, möglichst präzise an Ecken und Kanten entlang zu mähen – ohne eine zeit- und arbeitsintensive Nachbearbeitung mit der Hand oder einem anderen Gerät zu erfordern. Ein Vergleich der Schnittbreiten ist darüber hinaus sinnvoll.

Einen großen Unterschied macht auch die Nutzung des Rasens: Wird die Fläche als Bolzplatz genutzt, muss der Rasen entsprechend dicht und robust sein. Dies wird durch regelmäßiges Mähen, Düngen, Wässern, Vertikutieren und Belüften der Wurzeln möglich. Tipp: Du tust gut daran, ein Modell auszusuchen, das Zubehör für die entsprechende Rasenpflege im Portfolio hat. Achtung: Wird der Aufsitzrasenmäher auch für das Mähen von hochwachsenden Wiesenflächen eingesetzt, musst du bei der technischen Ausstattung darauf achten, dass sich das Modell auch als Hochgrasmäher bewährt hat.

Bedienung und Handhabung

Aufsitzen, anlassen, losfahren. Prinzipiell ist die Bedienung eines Aufsitzmähers ähnlich wie die eines Autos. Selbstverständlich variiert die Technik je nach Hersteller, allerdings ist das gemeinsame Merkmal in jedem Fall das Aufsitzen. Ist der Sitz so eingestellt, dass du alle Bedienteile gut erreichst, kann der Mähvorgang gestartet werden. Wie der Motor gestartet wird, hängt vom jeweiligen Modell ab. Einige Modelle laufen ab Werk auf optimaler Drehzahl. Bei anderen Varianten sind noch immer Choke (Starterklappe) und Primer zu finden. Elektrostarter sind aktuell am weitesten verbreitet.

Einige Aufsitzmäher sind noch mit Schaltgetriebe erhältlich. Bei diesen braucht es ein wenig Übung, um das Kuppeln des Gefährts auch ohne Ruckeln zu schaffen. Immer mehr in die Gärten schaffen es indes Hydrostat-Getriebe. Diese ermöglichen es dir, sich voll und ganz auf das Mähen zu konzentrieren, ohne schalten zu müssen. Das Schnittwerkzeug muss zum Fahren stets in der Ausgangsposition ruhen. Achtung: Je nach Motorisierung des Aufsitzmähers sind die Strecken schneller oder langsamer zu bewerkstelligen. Hast du mit deinem Aufsitzmäher den Arbeitsort erreicht, wird das Mähwerk auf die gewünschte Schnitthöhe eingestellt.

Ein Switchen zwischen verschiedenen Zubehörteilen ist möglich, allerdings sollte dazu der Motor komplett ausgestellt werden. Nach getaner Arbeit empfiehlt es sich, den Aufsitzmäher von Gras zu befreien.

Sicherheitshinweise

Da es sich bei einem Aufsitzmäher um ein elektrisches Gerät handelt, möchten wir an dieser Stelle noch einige Sicherheitshinweise aufführen:

  • Ein Aufsitzmäher ist ein Gefährt, das nur bei vollem Bewusstsein benutzt werden darf.
  • Kinder und Tiere haben beim Betrieb eines Aufsitzmähers nichts in dessen Nähe zu suchen.
  • An Steilhängen über 20 % ist das Mähen mit einem Aufsitzmäher gefährlich und bei den meisten Modellen nicht erlaubt.
  • Fallen beim Betrieb des Geräts ungewöhnliche Geräusche auf, so ist es unverzüglich auszuschalten, um zu verhindern, dass etwaige Gegenstände im Mähwerk zum Geschoss oder Einzelkomponenten des Aufsitzmähers beschädigt werden.

Vergleich von Aufsitzmähern mit Schieberasenmähern

Größere Rasenflächen mit dem Schiebemodell zu mähen, kann richtig anstrengend sein. Zudem ist es mitunter recht zeitintensiv, regelmäßig das riesige Grundstück abzulaufen. Ab einer Rasenfläche von über 500 m² ist das Mähen mit einem Aufsitzmäher also in erster Linie schneller und einfacher als mit einem Schiebemodell. Darüber hinaus spricht die Funktionsvielfalt für einen Aufsitzrasenmäher, denn dieser kann als kleiner Transporter genutzt werden oder dient als Kehrmaschine oder motorisierter Schneeschieber.

Das 2-in-1-Prinzip bei Aufsitzrasenmähern mit Mulchfunktion ist ein großer Vorteil, denn es spart Zeit und Dünger. Wenn du regelmäßig deinen Rasen mulchst, versorgst du ihn gleichzeitig mit wichtigen Nährstoffen, was du nicht zuletzt auch an der Farbe siehst. Regelmäßig gemulchte Rasenflächen erstrahlen in sattem Grün. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass das abgeschnittene Gras nicht anderweitig entsorgt werden muss.

Nachteilig sind hingegen die vergleichsweise hohen Anschaffungspreise von Aufsitzmähern, die zwischen 1.000 und 5.000 € ohne Zubehör liegen. Auch die Betriebs- und Wartungskosten schlagen (ähnlich wie beim Auto) beim Aufsitzrasenmäher zu Buche. Kannst du bei einfachen Wartungsaufgaben nicht selbst Hand anlegen, musst du den Aufsitzrasenmäher zur Fachwerkstatt bringen. Und dort ist nicht nur die Wartung kostenintensiv, sondern je nach Größe des Aufsitzrasenmähers auch der Transport dorthin.

Übersicht Vor- und Nachteile von Rasentraktor/Aufsitzmäher

Vorteile

  • Geeignet für sehr große und hindernisfreie Grundstücke
  • Kräftiger Motor
  • Bequemes Arbeiten im Sitzen
  • Effizient und schnell
  • Größere Schnittbreite als Handrasenmäher
  • Flexibel einsetzbar, zum Beispiel als Schneeräumfahrzeug, zum Mulchen und Vertikutieren, mit Anhänger zum Transportieren

Nachteile

  • Hoher Anschaffungspreis
  • Kostenintensiver Unterhalt
  • Nicht für schräge oder enge Grundstücke geeignet
  • Lautstärke kann höher sein als bei Handrasenmähern
  • Für einige Modelle ist eine Fahrerlaubnis der Führerscheinklassen L und T erforderlich.

Wartung eines Aufsitzmähers

Wie bei jedem anderen technischen Gerät hilft eine regelmäßige Wartung, die Funktionsfähigkeit zu erhalten und Schäden an Baukomponenten zu verhindern. In diesem Zusammenhang fällt auch die richtige Reinigung des Gerätes unter den Bereich Wartung. Vor jedem Reinigungs- oder Wartungslauf gilt eines: Der Motor muss selbstverständlich ausgeschaltet sein. Der Zündschlüssel ist abgezogen. Die Feststellbremse ist aktiv. Vor jeder Reinigung müssen alle beweglichen Teile stillstehen. Es empfiehlt sich, den Zündkerzenstecker zu ziehen, falls vorhanden. Das verhindert einen ungewollten Motorstart.

Aufsitzrasenmäher / Rasentraktor
Bildquelle: Bryan Clayton auf Pixabay

Bei der Reinigung der Messer ist äußerste Vorsicht geboten. Sicherheitshandschuhe sind ein Muss. Etwas unhandlich wird die Reinigung, da du den Aufsitzrasenmäher nicht stärker als ca. 30° kippen solltest, da je nach Bauart Kraftstoff austreten und einen Motorschaden zur Folge haben könnte. Achtung: Alle elektrischen Komponenten eines Aufsitzrasenmähers dürfen nicht mit Wasser gereinigt werden. Gibt es eine Grasfangeinrichtung, die abmontierbar ist, kann diese beispielsweise mit einem Gartenschlauch vom Grasschnitt befreit werden. Vor dem nächsten Gebrauch muss sie allerdings komplett getrocknet sein, bevor sie wieder ans Gerät montiert werden darf.

Weitere klassische Wartungsmaßnahmen sind der Austausch des Motoröls, die Erneuerung der Batterien und die Überprüfung des Reifendrucks. In der Regel steht im Wartungsbuch eines jeden Aufsitzrasenmähers, in welchen Intervallen ein Ölwechsel empfehlenswert ist. Darüber hinaus ist ausgewiesen, wann du Drehpunkte und weitere Einzelkomponenten wie Lenkgelenke, Radlager und Achsen schmieren solltest. Neben den Wartungsaufgaben, die in Eigenregie zu bewerkstelligen sind, empfiehlt es sich, für den Schliff des Messers sowie den Wechsel der Zündkerzen eine Fachwerkstatt hinzuzuziehen. Bei einigen Herstellern bist du als Käufer sogar dazu verpflichtet, wenn du den Gewährleistungsanspruch aufrechterhalten willst.

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