Kräuterwiese (Magerwiese) – Eigenschaften, Saatgut, Pflege und Empfehlungen

Du wünschst dir eine Wiese, auf der Kräuter und Wildblumen gedeihen, die naturnah ist und so gar nichts mit der Optik eines englischen Rasens gemein hat? Dann ist die Kräuterwiese oder Magerwiese genau das Richtige für dich. Hier träumen Kinder und Erwachsene gleichermaßen, fühlen sich hineinversetzt in unberührte Naturlandschaften und erfreuen sich an Farben und Düften.

Video: Blütenmeer im Garten

Was die Kräuterwiese oder Magerwiese ausmacht

Im Gegensatz zum klassischen Rasen, der akkurat gestutzt und auf einer Höhe gehalten wird, zeigt sich eine Kräuterwiese wild und naturbelassen. Allerdings wird sie als Gestaltungselement im heimischen Garten auch gemäht, jedoch nicht wöchentlich, sondern zweimal im Jahr. Auf keinen Fall solltest du eine Kräuterwiese öfter mähen. Die verschiedensten Blumen brauchen Zeit, um Samen zu bilden, damit auch im nächsten Jahr die Wiese wunderschön und artenreich blüht.

Kräuterwiese mit Klatschmohn
Bildquelle: Michael Gaida / Pixabay

Kräuter- oder Magerwiesen bevorzugen einen sonnigen Standort. Je nach Aussaatmischung können die Wildkräuter und Wildblumen in ihrer Zusammenstellung mit Gräsern sehr unterschiedlich sein, beliebt sind Samen-Mischungen mit Gänseblümchen und Löwenzahn sowie Wildkräutern. Eine wunderschöne Alternative. Die Kräuterwiese oder Magerwiese bietet den Insekten einen fruchtbaren Lebensraum und leistet somit auch einen wertvollen Beitrag zum ökologischen Kreislauf.

Anlage einer Kräuterwiese

Kräuterrasen ist als Saatmischung und als Rollrasen erhältlich. Sein Wachstumszyklus ist generell verlangsamt. Kräuterwiesen bieten sich als Zwischenflächen in Gartenanlagen an, sie sind zwar begehbar, aufgrund ihrer hohen Gräser und Kräuter allerdings zum Spielen und Sitzen weniger geeignet, da sich hier auch gerne Insekten aufhalten und die Wiesenfläche in der Optik durch das Betreten beeinträchtigt wird.

Vor- und Nachteile einer Kräuterwiese

Die großen Vorteile einer natürlich angehauchten Magerwiese liegen im geringen Pflegaufwand, sie unterstreicht Nutzgärten mit selbst angebautem Gemüse und Obst wunderbar und bieten sich auch für das Auge als fantastische Ruheoase an. Der Begriff Magerwiese hat seinen Ursprung im nährstoffarmen Boden der natürlichen Kräuter- und Wildblumenwiese in freier Landschaft. Daraus resultiert, dass auch für die in den erhältlichen Kräuterrasenmischungen keine Zugabe von Nährstoffen erforderlich ist.

Video: Blumenwiese

So unproblematisch die spätere Pflege der Kräuterwiese ist, so aufwendig ist allerdings die Anlage der Magerwiese, dies stellt also den Nachteil dar, der ja eigentlich kein wirklicher ist, sondern einfach nur ein wenig Geduld fordert. Doch der Aufwand lohnt sich! Je magerer der Boden ist und je weniger Nährstoffe er enthält, desto mehr Arten werden auf der Wiese wachsen.

Die Vorbereitung der Kräuterwiese

Wie schon erwähnt, solltest du wenig genutzte Flächen in deinem Garten für die Magerwiese auswählen. Zur Vorbereitung kannst du beispielsweise den Boden ca. 20 cm tief umgraben, pflügen oder vertikutieren. Auch das Fräsen ist eine Möglichkeit, dies solltest du dann zweimal alle vier Wochen tun.

Kräuterwiese, Magerwiese mit vielen Wildblumen
Bildquelle: rikkerst / Pixabay

Wichtig ist es, dass du Sand einarbeitest, damit der Boden von der Struktur her krümelig wird. Vorhandenen Rasen solltest du komplett – ja wirklich komplett mit Wurzelwerk! – entfernen, wenn du ein schnelleres Ergebnis sehen möchtest. Die Gräser sollen ja später nicht mit den Blumen konkurrieren und sich wieder durchsetzen. Das Abmagern mit Sand und feinem Kies ist sehr wichtig, da der Boden wirklich nährstoffarm sein muss.

Es geht auch ohne diese ganze Vorarbeit, jedoch wird das eine langwierige Geschichte. Wenn du den alten Rasen nur noch ganz selten mähst, so magert er innerhalb der nächsten Jahre ab. Allerdings sollte vorher nur wenig oder am besten gar nicht gedüngt worden sein.

Aussaat einer Kräuter- und Magerwiese

So gehst du am besten vor:

  • Die beste Zeit für die Aussaat ist von Mitte April bis Mitte Juni.
  • Lass den Boden nach der Vorbereitung bitte etwa vier Wochen ruhen.
  • Danach kannst du die vorgesehene Fläche nach dem Ebnen harken. Die Fläche muss nicht komplett plan sein, Unebenheiten stören bei einer Blumenwiese weniger. Achte aber darauf, dass du noch bequem mähen kannst.
  • Große Steine und Wurzeln von Unkräutern möglichst komplett entfernen
  • Ein gutes Ergebnis erhältst du, wenn du zuerst in Längsrichtung und dann noch einmal quer den Samen verteilst. Beigemischter Sand erleichtert die dabei die Arbeit sehr und es gibt ein gleichmäßigeres Ergebnis.
  • Jetzt darfst du walzen. Achtung! Die Samen auf keinen Fall mehr als einen Zentimeter in die Erde bringen, dort keimen sie nämlich nicht mehr.
  • Bleibt nur noch: Abwarten, bis nach ungefähr acht Wochen die Samen zu keimen beginnen. Die Blüte kann allerdings schon bis zum nächsten Jahr dauern.

Kräuterwiesen-Saatgut individuell definieren

Achte beim Kauf von fertigen Saatgutmischungen für die Kräuterwiese auf Qualität und Wachstumsbedingungen. Es sollten nur solche Kräuter und Wildblumen enthalten sein, die in unseren Breitengraden tatsächlich gedeihen. Alternativ kannst du dir auch geeignete Wildkräuter- und Wildblumensamen zu einer individuellen Mischung zusammenstellen. Im Fachhandel bekommst du von Experten sicher gute Tipps und wirst beraten, damit das Vorhaben Kräuterwiese gelingt.

Video: Wildblumenwiese anlegen

Blumensorten für Kräuter- und Magerwiesen

Hier geben wir dir einige Beispiele, welche Sorten deine Kräuterwiese enthalten kann. Dies ist natürlich nur ein ganz grobes Beispiel, die Arten sind so vielfältig und es gibt unzählige Kombinationen, die möglich sind. Es gibt sowohl einjährige als auch mehrjährige Blumen und vielleicht wird deine Kräuterwiese jedes Jahr anders aussehen.

WildblumenwieseSchmetterlingswieseKräuter- und Blumenwiese
AdonisröschenAdonisröschenAckerstiefmütterchen
BechermalveBechermalveAckerwitwenblume
BienenfreundBüschelschönBunte Kronwicken
CosmeaDamaszener SchwarzkümmelFärberkamille
DrachenkopfDrachenkopfFeuerkerze
Gefleckte HainblumeDuftresedeKleines Habichtskraut
Jungfer im GrünenDuftwickeKönigskerze
KlatschmohnGefleckte HainblumeLichtnelken
KornblumeGelber LeinNachtkerze
LeimkrautKapmargeriteSalbei
LeinKlatschmohnScharfer Hahnenfuß
LeinkrautKornblumeWiesenflockenblume
MädchenaugeLeimkrautWiesenstorchschnabel
MargeritenMädchenauge
NatternkopfMarrokanisches Leinkraut
ResedeNachtviole
RingelblumeNatternkopf
SchlafmützchenRingelblume
SchleifenblumeRoter Lein
SeifenkrautSchlafmützchen
SilberkrautSchleifenblume
SonnenblumeSchmuckkörbchen 
VergissmeinnichtSeidenmohn
WindeSeifenkraut
ZinnieSilberkraut
Sonnenblume
Vergissmeinnicht
Zinnie

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