Geräteschuppen vor Einbrechern schützen – 7 Tipps

Im Geräteschuppen stehen oft Dinge, die mehr wert sind, als man zunächst vermutet. Rasenmäher, Motorsägen, Akkuschrauber, Fahrräder oder hochwertige Gartengeräte summieren sich schnell auf einige hundert oder sogar mehrere tausend Euro.

Trotzdem sichern viele Hausbesitzer ihren Schuppen deutlich schlechter als ihre Wohnung oder ihr Haus oder gar ihre Garage. Weil auch Einbrecher dies wissen, ist für sie der Geräteschuppen besonders interessant. Mit einigen gezielten Maßnahmen zum Schutz vor Einbruch lässt sich jedoch der Zugang zum Schuppen erschweren und so das Risiko eines Diebstahls deutlich senken.

Warum Geräteschuppen häufig Ziel von Einbrechern sind

Geräteschuppen stehen meist etwas abseits vom Wohnhaus und sind von der Straße aus schlecht einsehbar. Gleichzeitig besitzen viele Modelle nur einfache Türen, dünne Fenster und schwache Verriegelungen. Einbrecher können deshalb häufig schnell erkennen, ob sie ohne große Hindernisse hinein gelangen können. Da im Inneren oft wertvolle Geräte lagern, lohnt sich ein Einbruchsversuch aus Sicht der Diebe durchaus.

Tipp 1: Hochwertige Schlösser und Sicherheitsbeschläge verwenden

Wer einen solchen Einbruch verhindern will, wirft am besten zunächst einen Blick auf die Tür des Schuppens. Ein kleiner Riegel oder ein einfaches Vorhängeschloss schützt nur begrenzt, vor allem, wenn sich der Beschlag mit nur geringer Anstrengung lösen lässt. Um einen solchen Einbruch zu verhindern, sollten Schuppenbesitzer daher nicht nur das Schloss, sondern auch Türblatt, Rahmen, Scharniere und Schließblech auf Einbruchsicherheit prüfen.

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Ist die Schuppentür selbst stabil, kann ein hochwertiges Einsteckschloss den Zugang deutlich erschweren. Es sollte fest sitzen und mit einem robusten Beschlag kombiniert werden. Wichtig ist außerdem, dass die Schlossschrauben von außen nicht ohne Weiteres erreichbar sind.

Insbesondere bei älteren Holzschuppen lohnt es sich, Tür und Einsteckschloss zu überprüfen.  Ist der Rahmen morsch oder die Tür verzogen, hilft auch ein gutes Schloss nur bedingt. Sofern die Tür beschädigte Stellen aufweist, sollten diese zunächst repariert und in einem zweiten Schritt die Sicherung nachgerüstet werden.

Tipp 2: Türen und Fenster zusätzlich absichern

Nicht jeder Einbrecher versucht, durch die Tür ins Innere des Schuppens zu gelangen. Auch Schuppenfenster bieten oft einen leichten Einstieg ins Innere des Schuppens und sind zudem manchmal nur mit einfachen Verschlüssen gesichert.

Abschließbare Fenstergriffe, zusätzliche Riegel oder stabile Gitter können einen Strich durch die Absichten von Einbrechern machen, da sie den Einstieg deutlich erschweren. Bei Fenstern, die in der Hauptsache für den Lichteinfall ins Innere dienen, kann ein fest montiertes Gitter besonders sinnvoll sein.

Vergessen sollten Besitzer von Geräteschuppen auch keinesfalls Nebentüren und rückwärtige Zugänge. Diese bieten Tätern Gelegenheit, unbeobachtet in den Schuppen einzudringen. Je schlechter ein Bereich einsehbar ist, desto wichtiger ist eine solide Sicherung.

Tipp 3: Wertvolle Gartengeräte sicher aufbewahren und kennzeichnen

Selbst ein gut gesicherter Schuppen schützt nicht absolut vor einem Einbruch. Daher ist es empfehlenswert, teure Geräte nicht direkt hinter der Tür oder gut sichtbar vor einem Fenster zu lagern.

Auch Motorsägen, Akkuschrauber oder andere hochwertige Werkzeuge lassen sich in einem stabilen Schrank verstauen. Fahrräder oder größere Gartengeräte kannst du zusätzlich mit einer festen Verankerung sichern. Im Zweifel braucht ein Täter so zumindest mehr Zeit oder Werkzeug oder beides, um an sein Diebesgut zu kommen.

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Notiere außerdem Seriennummern von wertvollen Gerätschaften und fotografiere sie. Beides sind im Falle eines Einbruchs wertvolle Informationen für Polizei und Versicherung, falls es zu einem Diebstahl kommt. Eine individuelle Kennzeichnung kann zusätzlich helfen, gestohlene Gegenstände wiederzuerkennen.

Tipp 4: Bewegungsmelder und Außenbeleuchtung installieren

Weiterer Tipp, um Einbrechern einen geplanten Diebstahl so schwer wie möglich zu machen: Dunkle Ecken hinter Hecken, Mauern oder Bäumen bieten Einbrechern Schutz. Eine gute Außenbeleuchtung nimmt ihnen einen Teil dieser Deckung.

Bewegungsmelder eignen sich besonders für Wege, Türen und Fenster rund um den Geräteschuppen. Sobald sich jemand nähert, schaltet sich das Licht ein. Das kann bereits reichen, um einen Täter zu verunsichern oder zum Rückzug zu bewegen.

Achte bei der Montage darauf, dass der Bewegungsmelder sinnvoll ausgerichtet ist. Äste, Tiere oder vorbeifahrende Autos sollten nicht ständig das Licht auslösen. Sonst gewöhnt man sich schnell an Fehlalarme und nimmt sie irgendwann nicht mehr ernst.

Tipp 5: Alarmanlagen und smarte Sicherheitslösungen nutzen

Wer den Schutz erweitern möchte, kann mechanische Sicherungen mit elektronischer Technik kombinieren. Tür- und Fenstersensoren erkennen, wenn jemand einen Zugang öffnet. Je nach System ertönt eine Sirene oder der Besitzer erhält eine Nachricht auf sein Smartphone.

Auch Kameras können abschrecken und im Ernstfall Hinweise liefern. Dabei musst du allerdings die geltenden Datenschutzregeln beachten. Nachbargrundstücke oder öffentliche Wege dürfen nicht einfach dauerhaft überwacht werden.

Smarte Technik ersetzt aber keineswegs eine stabile Tür und gute Schlösser, sondern bietet eine sinnvolle Ergänzung zum mechanischen Schutz. Am wirksamsten ist eine Kombination aus beidem.

Tipp 6: Den Geräteschuppen gut sichtbar und gepflegt halten

Ein zugewachsener Schuppen am hinteren Ende des Gartens bietet einem Einbrecher eine hervorragende Gelegenheit, aktiv zu werden. Denn hohe Hecken, Büsche und Äste können verhindern, dass Nachbarn oder Bewohner etwas bemerken.

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Deshalb sollten Pflanzen rund um Türen und Fenster regelmäßig zurückgeschnitten werden. So bleibt der Bereich besser einsehbar und ein gepflegtes Grundstück kann abschreckend wirken. Zeigt es doch, dass sich jemand regelmäßig um das Grundstück kümmert.

Ebenfalls nicht empfehlenswert ist es, Leitern, Brechstangen oder schwere Werkzeuge draußen liegen zu lassen. Eine herumstehende Leiter kann den Zugang zu einem Fenster erleichtern. Werkzeuge können im schlimmsten Fall sogar dazu benutzt werden, den Schuppen aufzubrechen.

Tipp 7: Einbruchschutz regelmäßig überprüfen und Schwachstellen beseitigen

Ein Schloss, das jahrelang stabil war, kann irgendwann locker sein. Holz quillt auf, Schrauben lösen sich und Beschläge beginnen zu rosten. Wer das beachtet, kontrolliert am besten regelmäßig, ob der einmal installierte Einbruchschutz noch intakt ist.

Dabei sollte in bestimmten Abständen geprüft werden, ob Türen sauber schließen, Fenster fest verriegelt sind und Beschläge noch stabil sitzen. Ebenfalls überprüfenswert: Wo könnte man sich verstecken? Welche Stelle wirkt besonders schwach? Welcher Zugang lässt sich schnell erreichen?

Auch nach Umbauten oder Reparaturen lohnt sich eine erneue Kontrolle. Falls Gartenschuppen-Besitzer teure Geräte neu anschaffen, ist das ebenfalls ein guter Anlass, die vorhandene Sicherung zu kontrollieren und gegebenenfalls zu verbessern.

Fazit

Ein Geräteschuppen muss nicht zwingend für Einbrecher zu einer lohnenswerten Beute werden. Bereits eine stabile Tür, ein gutes Schloss und gesicherte Fenster erschweren den Zugang erheblich. Beleuchtung, Alarmtechnik und eine kluge Aufbewahrung der Geräte erhöhen den Schutz zusätzlich.

Am besten ist eine Kombination mehrerer Vorsichtsmaßnahmen und Sicherheitseinrichtungen. Wer den Schuppen regelmäßig kontrolliert und Schwachstellen früh beseitigt, schützt den Inhalt eines solchen Schuppens wie Gartengeräte, Fahrräder, Werkzeuge und andere wertvolle Gegenstände besonders wirksam.

Foto:© Alex_Kalin / stock adobe

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Verfasst von Redaktion

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater. Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).