Die richtige Filteranlage für den Pool

Vor allem aus hygienischen Gründen sollte der Pool die richtige Filteranlage haben. Foto: purpleperny via Twenty20

Die Wohlfühloase im Garten – davon träumen Viele. Und für diejenigen, die ein Grundstück ihr Eigen nennen, kann das auch Wirklichkeit werden. Deshalb stehen in immer mehr Gärten Swimmingpools, die Erholung und Spaß in der warmen Jahreszeit versprechen.

Und während viele der Aufstellpools mit den Jahren preiswerter geworden sind, und heute keine riesige Anschaffung mehr darstellen, gehören doch auch noch ein paar Zubehörteile in die Anlage, die das Betreiben des Schwimmbades möglich machen. Eine davon ist die Filteranlage für den Pool, die sogar das zentrale Zubehörteil für den Badespaß im Garten ist. Im Sommer macht sogar ein Strandkorb direkt neben dem Pool viel her.

Wozu dient eine Filteranlage für den Pool?

Die Filteranlage für den Pool ist ein Zusammenspiel von Filtermedien und einer Pumpe. Diese sorgt dafür, dass das Wasser vom Schwimmbecken nach außen geführt wird, wo es durch beispielsweise einen Sandfilter geleitet wird. Anschließend fließt es gereinigt zurück in den Pool.

Zwar gibt es verschiedene Möglichkeiten bei einer Filteranlage für den Pool, wie auch beispielsweise eine mit Kartuschenfiltern, aber die Sandfilteranlage ist die derzeit beste und beliebteste. Dabei wird das Wasser durch den eingefüllten Quarzsand geleitet, so dass auch kleinste Verunreinigungen hängen bleiben. Durch die Funktion „Rückspülen“ kann der Sand dann wieder gereinigt werden und wird zur neuen Saison ausgetauscht.

Wann benötige ich eine Filteranlage für den Pool?

Sieht man mal von einigen Planschbecken für Kinder ab, sollte jeder Pool mit einer Filteranlage ausgestattet werden. Dabei gibt es bezüglich der Leistungsfähigkeit der Poolpumpe im Verhältnis zur Größe des Beckens einige Faustregeln. Diese besagen:

  • Bei einem Poolvolumen von bis zu 30 Kubikmetern sollte die Pumpe 8 Kubikmeter/Stunde leisten
  • Bis 40 Kubikmetern Wasser müsste die Pumpe mindestens 10 Kubikmeter/Stunde stark sein
  • Bis 50 Kubikmetern Wasser muss sie mindestens 12 Kubikmeter/Stunde leisten.

Prinzipiell gilt, dass eine gute Filteranlage das Wasser innerhalb von 4 bis 5 Stunden umwälzen sollte. So kann man sich individuell ausrechnen, welche Filteranlage man benötigt.

Welche Filter-Arten werden unterschieden?

Wer zum ersten Mal einen Pool aufstellt steht vor der Frage, welche Filteranlage für den Pool er kaufen soll. Dabei gibt es die nachfolgend beschriebenen zwei am häufigsten:

1.    Sandfilteranlagen

Sandfilteranlagen sind empfehlenswert, da sie sehr einfach zu reinigen sind (rückspülen, sodass der Sand mit Wasser gereinigt wird) und außerdem eine hohe Filterfeinheit haben (meist um die 50 Mikrometer). Die Anschaffung ist etwas teurer, aber die Folgekosten sind relativ gering, da der Sand höchstens einmal pro Saison, meist erst alle paar Jahre ausgetauscht werden muss. Die Handhabung ist simpel.

2.    Kartuschenfilteranlagen

Die Kartuschen sind aufwändiger zu reinigen, etwa mit dem Gartenschlauch, und müssen häufig gewechselt werden. Deshalb braucht man einige davon, und zudem sind sie teuer in der Anschaffung. Die Installation der Kartuschenfilteranlage ist allerdings einfach. Bei den meisten Aufstellpools liegt eine solche Kartuschenfilteranlage bei.

Worauf sollte ich beim Kauf einer Filteranlage achten?

Die Auswahl an Filteranlagen im Handel ist recht groß. Um das passende Modell zu wählen, sollten beim Kauf die folgenden Kriterien berücksichtigt werden.

1.    Größe des Pools

Die Größe des Pools, vielmehr der Inhalt in Kubikmetern, ist ein gutes Kriterium, welches auch auf den Filteranlagen angegeben ist. Wir haben oben einen groben Richtwert genannt.

2.    Filterleistung (Angabe in Liter pro Stunde)

Wichtig ist aber auch die Filterleistung. Denn diese sollte dafür sorgen, dass das Wasser ungefähr zwei bis dreimal pro Tag umgewälzt wird. Eine Filteranlage kann etwa 10 Stunden täglich laufen. Länger hat einen hohen Stromverbrauch zur Folge.

3.    Förderhöhe

Die Förderhöhe ist ein Kriterium, welches ebenfalls auf den Pumpen aufgedruckt ist. Ein anderer Begriff dafür ist die Wassersäule. Die Kennziffer gibt den Gegendruck an, den das Wasser auf dem Weg zum Pool überwinden muss. Häufig findet man eine Förderhöhe von 8 Metern. 4 bis 6 Meter entsprechen schon einmal 0,4 bis 0,6 bar, die durch den Widerstand des Filters gebraucht werden. Dazu kommt noch die Menge, die sich aus dem Höhenunterschied zum Pool ergibt, also rund 2 Meter. So kommt man auf etwa 8 Meter, die benötigt werden.

4.    Filtermedium

Eine Sandfilteranlage kann auch mit anderen Filtermedien betrieben werden, wie Filterbällen beispielsweise. Genauer Angaben dazu findet man auf dem Filter.

5.    Anschlüsse

Die Filteranschlüsse verfügen idealerweise über ein Innengewinde, an die verschiedene Adapter passen. So kann die Pumpe an verschiedene Filter angeschlossen werden.

Was ist neben der Filteranlage noch wichtig?

Natürlich ist die Filteranlage für den Pool das Herzstück, aber nicht allein wichtig. Um das Wasser perfekt sauber zu halten, müssen auch Poolreinigungen erfolgen, damit nach unten sinkende Unreinheiten wie Sand, die der Filter nicht nach innen ziehen kann, entfernt werden. Weiterhin sehr wichtig ist die Poolchemie – beispielsweise Chlor. Denn damit werden auch die Unreinheiten bekämpft, die man gar nicht sehen kann und die auch nicht herausgefiltert werden können.

Die Filteranlage im Winter

Damit die empfindliche Filteranlage für den Pool im Winter keinen Schaden nimmt, sollten folgende Punkte beachtet werden:

Wer den Pool im Winter wegräumt, macht das gleiche mit der Sandfilteranlage. Sie sollte dann trocken und möglichst frostfrei stehen. Bleiben aber Pool und damit auch Filteranlage den Winter über aufgestellt, empfiehlt sich folgende Vorgehensweise:

  • Rückspülen
  • Wasser noch einmal mit Chemikalien anreichern
  • Möglichst viel Wasser aus dem Sandbehälter fließen lassen mittels Auslassöffnung
  • Manometer abmontieren und frostfrei lagern
  • Sollten mehr Maßnahmen erforderlich sein, findet man das in der Bedienungsanleitung der Pumpe

Fazit – Filteranlage für den Pool

Die Filteranlage für den Pool ist enorm wichtig, um das Wasser sauber zu halten, was nicht nur eine Frage der Hygiene ist, sondern auch für die Gesundheit unabdingbar. Für welche Art man sich entscheidet, ist eine Frage der Gegebenheiten. Beide Arten sind möglich und verrichten ihren Dienst bei perfekter Handhabung zuverlässig.

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