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Der Sommer ist eine der schönsten Jahreszeiten für Gartenfans. Es ist faszinierend, im Garten seine Runden zu drehen, den zwitschernden Vögeln zu lauschen und dabei zuzusehen, wie Bienen umhersummen und im bunten Kelchmeer baden. Blauer Rittersporn, goldgelbe Sonnenblumen und die Farbenpracht der Wildblumen verwandeln das Grundstück hinter dem Haus in ein Gemälde. Im Vorgarten – wo stolze Rosen ihren süßen Duft verströmen – ergibt sich ein ähnlich malerisches Bild. Ob an sonnigen oder schattigen Standorten – überall wird der Garten durch seine Blumenpracht im Sommer bunt und schön.
Blühende Pracht an sonnigen Standorten
Manche Blumen lieben die Intensität der Sonne im Sommer und entfalten an sonnigen Standorten ihre wahre Farbenpracht.
Sonnenblume, eine blühende Pracht, die Laune macht
Eine der farbenprächtigen Blumen, die den Garten von Juni bis September zum Leuchten bringt, reckt sich mit ihrer gelben Blüte der Sonne entgegen. Sie verbreitet gute Laune, gleich, ob sie gemeinsam mit ihren Geschwistern als kleine Sorte in einem Pflanzkasten auf der Terrasse steht oder als bis zu zwei Meter großes Exemplar ein malerisches Bild vor dem Gartenzaun abgibt. Die Rede ist von der Sonnenblume, die den botanischen Namen Helianthus annuus trägt. Sie mag einen sonnigen Standort und einen durchlässigen bis humosen Boden mit vielen Nährstoffen.
Die leuchtendgelbe Sonnenblume sollte in keinem Garten fehlen, denn sie ist eine wertvolle Nahrungsquelle und ein Lebensraum für Bienen und Schmetterlingsraupen. Die Samen und Blätter bilden zudem eine gesunde Nahrungsquelle für Vögel, kleine Säugetiere und für den Menschen.
Lavendel, die Heilpflanze, die an Urlaub denken lässt
Ein Grund, warum es viele Reisende in die Provence zieht, ist der Anblick der Lavendelfelder, der Urlauber regelmäßig verzaubert. Die verschiedenen Lavendelarten, von denen 25 zu den Heilpflanzen zählen, sind wegen ihres würzigen und frischen Duftes beliebt. Bekannt für ihre heilende Wirkung sind etwa der Echte Lavendel (Lavandula angustifolia) und Lavandin (Lavandula hybrida).
Gartenfans holen sich jedoch den Duft des Südens nach Hause in den eigenen Garten. Der Lavendel ist ein robuster und anspruchsloser Lippenblütler, der einen sonnigen Standort und einen sandigen bis lehmigen Boden bevorzugt. Er bietet Nahrung für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten. Schadinsekten hält er jedoch durch sein ätherisches Öl fern.
Die Blüte des Echten Lavendels ist blau, lippenförmig, krönröhrig, zweilippig sowie asymmetrisch bis disymmetrisch. Er duftet herb und würzig. Seine Blätter sind ebenfalls herb-würzig sowie linear undabgerundet. Die Heilpflanze ist ein Flachwurzler und die winterhärteste Lavendelart. Sie hält Temperaturen bis zu minus 28 Grad Celsius aus.
Essbar sind die Blüten, die zu Salaten, Tee, Gewürz oder Sirup verarbeitet werden. Zudem dient Lavendel zum Räuchern und als Zutat für ätherische Öle.
Weitere Pflanzen, die den Garten mit ihrer Blütenpracht verzaubern
Ein romantischer Hingucker, der sich an einem sonnigen Standort wohlfühlt, ist die Stockrose (Alcea rosea). Sie ziert Hauswände und Zäune und ist nicht nur in einem Bauerngarten ein Blickfang.
Mit farbenfrohen Blüten erfreut die Taglilie (Hemerocallis) die Gartenfans. Sie ist eine besondere Staude, denn sie öffnet ihre Blüten jeweils nur an einem einzigen Tag. Doch dadurch wird sie nicht unattraktiv, denn es erscheinen über Wochen hinweg immer wieder neue Blüten.
Die einjährige Cosmea (Cosmos bipinnatus) blüht in Rosa, Purpur oder Weiß. Sie liebt es sonnig und windgeschützt. Eine bei Gartenfans beliebte Sommerblume ist die Dahlie (Dahlia). Sie blüht in vielen verschiedenen Farben und eignet sich zum Halten in Kübeln und Töpfen. Die Dahlie ist eine mehrjährige Pflanze, sofern das Rhizom im Herbst zum Überwintern ausgegraben und an einem kühlen Ort aufbewahrt wird.
Sommerliche Blütenpracht an schattigen Standorten
Wer viele schattige Ecken in seinem Garten hat, braucht dennoch auf eine sommerliche Blütenpracht nicht zu verzichten. Begonien sind mit ihren üppigen orangefarbenen oder zartrosa bis tiefroten Blüten die Hingucker des Sommers. Sie blühen vom Frühsommer bis zum Herbst und eignen sich für schattige Rabatten, Blumenampeln und Töpfe.
Exotisch und verspielt wirkt die Gloriosa mit ihren feurigen Blüten. Für den Halbschatten eignet sich zudem die Crocosmia (Montbretia). Auch sie bringt mit ihren feurigen Blüten in Gelb, Rot und Orange ein sonniges Lächeln auf die Gesichter ihrer Betrachter. Farbe ins Spiel bringen zudem die Schmetterlinge, welche von den Crocosmia angezogen werden. Diese Sommerblüher machen sich gut zwischen Hostas oder Farnen.
Ruhe in das bunte Blütenmeer bringt von Juni bis August der grüngelb blühende Frauenmantel (Alchemilla mollis). Die robuste Pflanze ist mit vielen anderen sommerblühenden Gewächsen kombinierbar. Ebenfalls für den Halbschatten eignet sich die breitblättrige Glockenblume (Campanula latifolia). Diese erhalten Gartenfans in reinweißer und blauvioletter Farbe. Sie verbreitet ihre Schönheit im lichten Schatten von Gehölzen, im Naturgarten und im halbschattigen Staudenbeet.
Pflanz- und Pflegetipps für Sommerblüher
Sommerblüher benötigen wie andere Pflanzen auch ein wenig Zuwendung. Gartenfans prüfen regelmäßig, ob sie Wasser und Nährstoffe benötigen, und achten darauf, Staunässe zu vermeiden. Weniger Wasser benötigen die Stauden, wenn die Gärtner eine Schicht Mulch aufbringen, denn dadurch verdunstet das Wasser weniger schnell. Zur Pflege gehört zudem regelmäßiges Ausputzen durch Befreien der Pflanzen von Verblühtem. Vogelfreunde denken daran, ein paar verblühte Blütenstände im Beet zu belassen, damit die Tiere noch ausreichend Nahrung in Form von Samen und Sonnenblumenkernen finden können.
Beim Pflanzen ist der Standort wichtig. Die meisten Sommerblüher setzen Experten an einen sonnigen Standort in durchlässige Erde. Doch gibt es auch einige farbenfrohe Schattenpflanzen, die schattige Plätze mit ihrer Farbenpracht aufwerten.
Foto: ©Irina Korsakova / stock adobe
